San Francisco – Samara (Costa Rica) 16.-17.02.10

19 02 2010

Mein Flug geht erst heute Abend, aber ich hab einiges zu erledigen. Als erstes checke ich um punkt 11 aus. Mein Rucksack kann ich da unterbringen. Dann geh ich erstmal meine ganze waesche im waschsalon waschen. Ich hatte 3 wochen lange net gewaschen und keine sauberen klamotten mehr. Dann ne Pizza zum Mittag mit all you can eat Salatbar und dann gehts Haare schneiden bei einer Chinesin, die mich die ganze Zeit volllabert und denkt ich bin Kanadier… Irgendwann gehts dann mal wieder zum Airport, einchecken und dann nen Film glotzen. Dann geht der 2 Stundenflug nach Denver mit Frontier Airlines los. Es gibt zwar nix zu Essen, auch net zu kaufen, dafuer freier Live TV auf eigenem Monitor. Zum Glueck landen wir 10 Minuten vor Planankunft, denn ich habe man grade 35 Minuten, um meinen Anschlussflug zu kriegen. Schnell bei McDonalds 3 Cheeseburger holen und zu meinem Gate rennen. Als ich ankomme, ist das Boarding schon voll im Gang und ich komme als letzter ins Flugzeug. Nach weniger als einer Stunde am Boden, bin ich wieder in der Luft. Der Flug dauert 5 Stunden, kein Essen, aber die ersten beiden Stunden TV. Dann 2 Stunden schlafen und schon sind wir in CR. Ich bin scheisse muede, es ist halb sieben Morgens. Mit nem Taxi lasse ich mich zu nem Busbahnhof bringen. Kaufe mir ein Ticket nach Samara, der Bus geht um 12 Uhr, toll ueber 6 Stunden warten. Ploetzlich labert mich so ein Typ auf spanisch voll, guckt sich mein Ticket an und macht mir klar, ich soll in den Bus nach Nicoya steigen, der jetzt losfahert. OK, wird gemacht. Die Busfahrt dauert 4 Stunden in einem halbwegs modernen Mercedes-Reisebus fuer 8 Dollar. Die Windschutzscheibe hat tausende dicke Risse… in Nicoya kriege ich ne viertel Stunde spaeter ein Bus nach Samara. Ich hatte noch nie so wenig Beinfreiheit, die Fahrt dauert ne Stunde. Dann latsche ich zu meiner Sprachschule, die geil aussieht und direkt an einem geilen Strand liegt, die rufen meine Gastmutter an und die kommt mich abholen. Ich spreche kein Spanisch und sie absolut kein Englisch. Genial. Sie ist aber nett. Das Haus ist klein. Ein Geschoss, maximal 8 mal 5 Meter gross. Mein Zimmer ist dazu im verhaeltniss riesig. Es gibt ansonsten noch ein Raum, in dem meine Gastmutter mit meinem 12 Jahre alten Gastbruder, der auch kein Englisch spricht, lebt, eine Wohnkueche und ein Bad. Auf der Toilette darf kein Klopapier ins Klo, kommt in nen Muelleimer. Ich lege mich erstmal schlafen, totmuede. Um sieben fahr ich mit meinem Gastbruder mit Fahrrad zu einem Restaurant. Dort arbeitet sozusagen die ganze Familie und alle Verwandten und da kriegen wir dann was zu Essen. Zurueck zu Haus gucke ich nen Film auf meinem Laptop. In dem Haus gibt es kein Fernseher, kein Telefon, kein warmwasser, gar nix. Als ich dann zum schlafen in mein Zimmer gehe werde ich von Monsterarmeisen und einem Gecko begruesst. Zum Glueck kenn ich sowas schon aus Fiji…



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